Tischler: Olympia-Medaille als Ziel

Gleich nach den olympischen Spielen finden in London die Paralympics statt, die olympischen Spiele der Behindertensportler. Es ist der letzte sportliche Höhepunkt für den Golsers Georg Tischler. Das Ziel des 50-Jährigen ist eine Medaille.

Georg Tischler investiert viel Zeit und Energie in die Vorbereitung auf die Paralympics. Zuletzt zeigt er sich gut in Form, stellt bei einem Wettkampf in Zagreb Jahres-Weltbestleistung auf. Es geht aber noch mehr, sagt der Sportler.

„Natürlich gibt es noch Potenzial nach oben. Vor London kann ich noch einiges erreichen und ich hoffe dann doch am Tag X die Leistung abrufen zu können, die dann für einen guten Platz ausreicht“, so Georg Tischler.

Georg Tischler beim Training

ORF

Trainer Walter Pfaller und Georg Tischler

"Wieder das Höchste anstreben

Tischlers Trainer heißt Walter Pfaller. Der Salzburger ist selbst Paralympics-Sieger und soll den Golser zur ersehnten Medaille führen. „Ich war in Athen schon Paralympics-Sieger. Und wenn man einmal so hoch oben war, möchte man natürlich wieder das Höchste anstreben“, sagt Georg Tischler.

„Eine kleine Schwäche hat er auch noch im emotionalen Bereich. Er ist ein Wettkampftyp. Und ich verlange halt auch im Training, dass er an die emotionale Grenze geht und da Energie freimacht. Das müssen wir erarbeiten. Und dann glaube ich, dass es für London sehr gut ausschaut“, sagt Trainer Pfaller.

Ein Faktor im Behindertensport ist das Material. Georg Tischler muss in London ohne flexible Rückenlehne antreten, anders als vor vier Jahren in Peking. „Wir beginnen quasi wieder von null - wie im Jahr 2003. Jetzt ist der Ablauf wieder ganz anders.“

Georg Tischler beim Training

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Tischler beim Training

Als Karriere-Abschluss

Unter welchen Umständen auch immer: Georg Tischler will in London zeigen, was er kann. Denn die Paralympics sind der Abschluss der Karriere. Hauptgrund ist die neue Familien-Situation - Sohn Lukas kam im Jänner auf die Welt. „Das wird meine kommende Aufgabe werden, mit ihm das Leben zu bestreiten.“ Davor ist die Welt des Georg Tischler noch drei Monate lang eine Kugel - bis zu den Paralympics in London.