Zentralmatura: Resch-Kritik an Verschiebung

Der Start der Zentralmatura wird um ein Jahr verschoben. Statt 2014 sollen die ersten standardisierten Reifeprüfungen erst 2015 stattfinden. Landesschulratspräsident Gerhard Resch ist über den späteren Start nicht erfreut.

Die Proteste gegen eine angeblich voreilige Einführung haben gefruchtet. Der Start der Zentralmatura wird verschoben. Das gab Unterrichtsministerin Schmied (SPÖ) am Montag bekannt - mehr dazu in Zentralmatura um ein Jahr verschoben.

Der Start soll also 1015 statt 2014 erfolgen und an berufsbildenden höheren Schulen noch ein Jahr später. Vor allem in Mathematik hatten Schüler-, Eltern- und Lehrervertreter wegen unzureichender Vorbereitungszeit eine Verschiebung gefordert.

Resch: „Nicht glücklich“

Er persönlich sei nicht glücklich über den späteren Start, sagt Landesschulratspräsident Gerhard Resch. „Und zwar im Sinne all der Schüler und Lehrer, die sich schon sehr gewissenhaft auf diesen Termin vorbereitet haben und den auch - wie die Schulversuche im Fremdsprachenbereich im Burgenland zeigen - sehr gut gemeistert haben“, so Resch.

Schulen können autonom entscheiden

Für die Schulversuche im Burgenland heißt das, dass die Schulen die Möglichkeit haben, autonom zu entscheiden. Die Entscheidung liege beim Schulgemeinschaftsausschuss, bestehend aus Schüler-, Eltern- und Lehrervertretern.

„Dieser Ausschuss muss dann entscheiden, dass man es trotzdem durchführt zum angegebenen Zeitpunkt. Und dann ist es möglich, eben wie bis jetzt geplant, 2014 damit zu beginnen.“

Schülervertreter sind zufrieden

Die Bundesschülervertretung ist zufrieden damit, dass die Zentralmatura verschoben wird und dass es ein Wahlmöglichkeit für die Schulen gibt. Landes- und Bundesschulsprecher David Spiegl sagt, der Druck der Schülervertreter habe zu einem Umdenken im Ministerium geführt.

Auch ÖVP-Bildungssprecher Christian Sagartz begrüßt die Verschiebung, er spricht von einem unkoordinierten Vorgehen der Ministerin.