Betretungsverbot: Mann schoss sich in Kopf

In St. Margarethen hat sich ein Mann vor der Arbeitsstelle seiner Lebensgefährtin mit einer Luftpistole in den Kopf geschossen. Ein Hintergrund: Über den Mann war ein Betretungsverbot verhängt worden.

Freitagnachmittag wollte der Mann den Supermarkt in St. Margarethen, in dem seine Lebensgefährtin arbeitet, betreten. Er wurde aber des Geschäfts verwiesen. Daraufhin hatte sich der 35-Jährige eine Luftpistole an die Schläfe gehalten und abgedrückt.

Dabei stolperte er und verletzte sich am Hinterkopf. Der Mann wurde mit einem Notarzthubschrauber in das Krankenhaus Wiener Neustadt gebracht, wo er sich derzeit noch aufhält.

Gewalt gegen Lebensgefährtin

Seine Lebensgefährtin soll kommenden Mittwoch im Landesgericht Eisenstadt befragt werden. Auch ihr gewalttätiger Lebensgefährte muss in den kommenden Tage aussagen, kündigt Gerichtssprecher Bernhard Kolonovits an.

Die Hintergründe sind bereits bekannt. Das Paar hat mehrere Kinder. Die Frau wollte sich seit längerer Zeit von ihrem Lebensgefährten trennen. Deswegen wurde der Mann bereits mehrmals gegen sie gewalttätig, heißt es vom Gerichtssprecher. Vor rund zwei Wochen hat der Mann seine Lebensgefährtin mit einem zerschlagenen Bierkrug in einem Lokal in St. Margarethen im Gesicht verletzt.

Wegweisung und Betretungsverbot

Die Polizei hat gegen den - wie es heißt - „potenziellen Gewalttäter“ nach diesem Vorfall eine Wegweisung ausgesprochen. Auch ein Betretungsverbot wurde verhängt. Seit Mitte Mai darf der Burgenländer die gemeinsame Wohnung nicht mehr betreten.