Forsttagung: Gute Stimmung bei Waldbauern
Der Wald in seiner Multifunktionalität als Lebens-, Erholungs- und Wirtschaftsraum steht im Mittelpunkt der Österreichischen Forsttagung 2012 in Raiding (Bezirk Oberpullendorf). Mehr als 400 Teilnehmer aus allen Bereichen der Forst- und Holzwirtschaft sind dazu ins Lisztzentrum gekommen.
Die Stimmung in der Branche sei gut, sagt der Leiter des Landesforstdienstes, Hubert Iby. „Der Holzpreis ist gut, die Stimmung in der Branche ist gut, die Leute schlägern mehr als in früheren Jahren und die Branche kann optimistisch in die Zukunft schauen.“

ORF
Potenzial des Waldes unbekannt
Der burgenländische Wald besteht aus mehr als 190.000 Grundstücken. Doch viele Besitzer wissen gar nicht um das Potential ihres Waldes, sagt Herbert Stummer, Forstreferent in der Landwirtschaftskammer und Geschäftsführer des burgenländischen Waldverbands. Jeder sehe den Wald mit anderen Augen.
„Für den einen bedeutet er Fitnessstudio, der Zuwachs und der Holzverkauf leistet ihm zum Beispiel seinen Urlaub im Jahr, der andere sieht ihn zum Schwammerlsuchen, zum Erholen. Aber für uns steht der bewirtschaftete Wald im Vordergrund, sprich, die Nutzung des Holzes. Denn ich bin überzeugt, dass nur ein bewirtschafteter Wald auch ein gesunder Wald ist, der alle Funktionen erfüllen kann“, so Stummer.
Der Waldverband biete Beratung und Hilfe bis hin zur Holzvermarktung. Die wichtigsten heimischen Bäume sind übrigens Weißkiefer, Eiche und Buche.
Für kommenden Generationen erhalten
Eine verantwortungsvolle Bewirtschaftung sieht auch auch Landwirtschaftsminister Nikolaus Berlakovich (ÖVP) als Basis für die Erhaltung der Multifunktionalität des Waldes. „Und unser Ziel ist es, dass wir diese vielfältigen Funktionen des Waldes auch für kommende Generationen erhalten.“
Publiziert am 25.05.2012

