Straßenverkauf: Obst selten heimisch
Gegen den Straßenverkauf von Obst und Gemüse sei nichts einzuwenden. Jetzt würden angeblich Erdbeeren und Spargel aus dem Burgenland feilgeboten, sagte Agrarlandesrat Liegenfeld. Aber es gibt bei den Straßenhändlern auch schon Kirschen und Marillen - und die könnten beim besten Willen nicht heimisch sein, so Liegenfeld weiter.
„Bananen aus dem Burgenland“
Werden regionale Produkte beworben, dann müssten sie auch aus der Region stammen. „Und ich sage das immer ironisch: Es werden uns bald burgenländische Bananen verkauft werden. Zum einen müssen die Konsumenten sensibilisiert werden, aber auch die Produzenten haben eine Bringschuld“, sagte Liegenfeld.
Liegenfeld appelliert an die Bauern, ihre Produkte unverwechselbar zu machen, um Verwechslungsmöglichkeiten auszuschließen. Er stellt finanzielle Unterstützung für die Produzenten in Aussicht. So sollen etwa originale Kartons und Körbchen verwendet und mit einer Chargennummer versehen werden.
„Damit man rückverfolgen kann, von wo das Produkt kommt, wann und von welchem Bauern es geerntet wurde. Der Konsument hat dann eine Sicherheit. Es muss eine Transparenz in dieser Kette sein, damit die Wertschöpfung und die Wertschätzung beim Produkt gegeben ist“, so der Agrarlandesrat.
Kontrollen gefordert
Zwar müssen die Händler die Herkunft der angebotenen Waren auszeichnen, das geschehe aber nur unzureichend, sagte Liegenfeld. Er fordert daher stärkere Kontrollen der Straßenhändler durch die Behörden.
Publiziert am 21.05.2012

