Gutes Jahr für Marillen
Zwischen 30.000 und 35.000 Marillenbäume wachsen derzeit in der Gemeinde Kittsee an der slowakischen Grenze. Die örtlichen Landwirte beschäftigen sich bereits Jahrzehnten mit dem großflächigen Anbau dieses gefragten Steinobstes.
In den vergangenen zwei Jahren fiel die Ernte sehr gut aus. Auch heuer könnte es eine gute Saison werden, sagt Gerhard Wieszmüllner, Marillenbauer in Kittsee. „Grundsätzlich steht heuer eine Durchschnittsernte ins Haus. Es schaut ganz gut aus. Das einzige Manko ist vielleicht der geringe Niederschlag, aber das kann sich in den nächsten Wochen noch ändern.“

ORF
Marillenbäume
Vom Frischobst bis zum Schnaps
Rund 150 Kittseer beschäftigen sich noch mit dem Marillenanbau. Der Großteil der jährlichen Erntemenge - immerhin zwischen 500 und 700 Tonnen - wird als Frischobst verkauft. Etwa 30 Prozent der Früchte werden zu Marmelade verarbeitet, das restliche Drittel wird ab Hof verkauft oder von regionalen Brennereien zu Schnaps destilliert.
Heuer ist die Nachfrage bereits jetzt gut, so der Obmann des Marillenvereines, Johann Drobela. „Weil in den umliegenden Ortschaften, im Südburgenland und in der Wachau Ausfälle durch Frostschaden sind. Und es kommen schon jetzt immer mehr Anfragen um Frischmarillen und Marmelademarillen, sodass wir sehr zufrieden sind.“
„Gereift unter der Sonne Pannoniens“
Die Kittseer Marillen werden als Tafelobst verkauft, aber auch zu Marmelade, Schnaps, Likör, Saft und Essig verarbeitet. Vermarktet wird das gesunde Obst unter der geschützten Marke „Die Kittseer Marille - gereift unter der Sonne Pannoniens“.
Publiziert am 21.05.2012

