Neusiedler See: Tourismus nimmt stetig zu
Während andere Seegebiete in Österreich im 15-jährigen Untersuchungszeitraum rund zehn Prozent der Übernachtungen verloren haben, zeigt sich in der Region Neusiedler See der entgegengesetzte Trend.
Plus elf Prozent in der Region Neusiedler See
Hier gab es ein Plus von elf Prozent. 1,25 Millionen Nächtigungen im Jahr 1996 stehen 1,39 Millionen im Jahr 2010 gegenüber. Besonders auffallend ist, dass der Neusiedler See die Übernachtungen nicht nur auf die Sommermonate konzentriert, wie es in den anderen Seegeregionen, sondern dass die Auslastung wesentlich ausgelasteter ist," sagt Studienautor Gernot Memmer.

APA/Herbert Pfarrhofer
Rundum-Angebote am Neusiedler See
Zu den Gründen der positiven Entwicklung sagt der Studienautor: „Der Neusiedler See setzt vor allem auf saisonverlängernde Angebote. Wenn man zum Beispiel an Martiniloben im Herbst denkt oder das Radangebot oder die Weinverkostungen im Frühling - da gibt es über das ganze Jahr verteilt attraktive Angebote, die die Saison verlängern. Außerdem gibt es am Neusiedler See attraktive Rundum-Angebote, die auch bei jedem Wetter tauglich sind - zum Beispiel die St. Martins Therme und der Nationalpark.“
Der Neusiedler See setze außerdem auch auf nachhaltige Produkte, so Memmer. Als Beispiel nennt er die Vila Vita Pannonia in Pamhagen. Dort werde gezeigt, dass Nachhaltigkeit nicht nur ein Marketing-Gag sei.
Gut funktionierende Organisation
Memmer erwähnt auch die gut funktionierende Organisation des Neusiedler See Tourismus, kurz NTG. Dessen Geschäftsführer Dietmar Keller sieht sich durch das Studienergebnis bestätigt. Mit der Gründung der NTG seien die Kräfte in der Region gebündelt worden, so Keller. Durchgeführt wurde die Studie von der Firma Kohl & Partner im Auftrag des Wirtschaftsministeriums.
Publiziert am 18.05.2012

