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DI | 09.02 | 15:42
Rote Rüben. (Bild: APA)
Gesund leben
Kraftspender Rote Rüben
Sie helfen gegen Mitesser, Husten und Schnupfen. Einziger Nachteil: sie färben die Haut rot. Roten Rüben sind vielseitiger als ihr Ruf. Vom Salat bis zum Saft - Rote Rüben spenden Kraft.
Aus dem Süden
Eigentlich sind sie Südgewächse - die Roten Rüben. Kommen sie doch ursprünglich von den Küsten des Mittelmeeres und den Steppen Asiens. Aber ihre Genügsamkeit hat sie auch in unseren Breiten schnell heimisch werden lassen.
Rote Rübe aufgeschnitten (Bild: gartenfreunde.de)
Gute Gartenpflanzen
Rote Rüben sind optimale Gartenpflanzen, die hauptsächlich im September geerntet werden. Packt man sie warm in Stroh oder Laub ein, dann überstehen sie aber auch den einen oder anderen leichten Frost. Bevor der Boden friert, sollte man die Rüben aber in Keller und Topf schaffen.
Hoher Gesundheitswert
In Sachen Gesundheitswert schneiden die Roten Rüben mit einer glatten Eins ab. Sie liefern Mineralstoffe und Vitamine und helfen im Kampf gegen Erkältungen.
Ganze und aufgeschnittene Rote Rübe (Bild: vegiwork.com)
Herzstärkend und reinigend
Die chinesische Medizin benutzt die rote Wurzel zur Herzstärkung, zur Dämpfung eines übererregten Gemütes und zur Verbesserung des Blutes und gegen Trägheit der Leber.

Auch im Ayurveda steht die Rote Rübe in gutem Ruf als blutbildendes Mittel und das war analog zur Farbe auch die Auffassung unserer traditionellen europäischen Medizin, die die Verwendung das Saftes bei Leberleiden, Verstopfung und Darmproblemen verschrieb und, was auf Grund des Schwefelgehaltes durchaus sinnvoll sein könnte, gegen Pickel und schlechte Haut.
Leberschützende Wirkung
Eine besondere Bedeutung für die Gesundheitswirkung der Roten Rüben kommt dem Farbstoff Betanin, den Flavonen und dem Cholin zu.

Eine leberschützende Wirkung ist dem Betain, abgeleitet von Beta vulgaris, der Stammform der Rüben, in denen dieser Eiweißstoff als erstes entdeckt wurde, zuzusprechen.

Der etwas komplizierte Wirkmechanismus lässt sich so beschreiben, dass Betain für den Aufbau von Methionin sorgt und dieses leitet die laufende Entgiftung der Leber ein. In Zeiten ständiger Schadstoffbelastungen kann das nur nützlich wirken.
Weniger Folgeschäden
Gemeinsam mit dem Cholin hilft das Betain bei dessen wichtiger Arbeit, nämlich dem Abbau von störendem Fett in der Leber.

Üppiges Essen und reichlicher Alkoholgenuss kann zu Fetteinlagerungen und in der Folge bindegewebigen Veränderungen der Lebersubstanz führen.

Außerdem macht das Cholin - Bestandteil des Cholesterins - die Blutfette flüssiger und verhindert damit deren Anlagerung an die Gefäßwände. Martinigansl und Weihnachtsbraten – der Genuss von Roten Rüben kann Folgeschäden vermeiden helfen!
Rote Rüben-Garten
Es gibt weit mehr als eine Sorte Rote Rüben. Wer gerne gärtnert, kann sich einen Rote Rüben-Garten anlegen. Und auch beim Einkauf der Rüben ist einiges zu beachten - Sorte hin oder her.
Kreative Rüben-Küche
So vielfältig die Sorten so vielseitig sind auch die Verwendungsmöglichkeiten der Roten Rübe. Vor allem Speisen mit "S" haben es ihr offenbar angetan. Aber die kreativen Kochrezepte mit Rüben gehen weit über Suppen, Salate und Saucen hinaus.
Geschnittene Rote Rüben
Rote Rüben - rote Hände
Und wie ist das nun mit dem einzig wirklich großen Nachteil der Roten Rüben - der roten Farbe, die sie auf unseren Händen hinterlassen?
Gelbe Gummihandschuhe (Bild: APA)Warmes Wasser
Rote Rüben enthalten den Farbstoff Betain, der für die intensive rote Farbe sorgt. Von den Fingern lässt er sich mit warmem Wasser wieder abspülen. Rote Rüben, die gekocht werden, soll man vorher auf gar keinen Fall schälen.

Denn sonst passiert das, was es zu vermeiden gilt: das "Ausbluten" der Rüben beim Kochen, bei dem sie wertvolle Nähr- und Aromastoffe verlieren.
Was Hausfrauen raten
Und viele Hausfrauen raten dazu, beim Arbeiten mit Roten Rüben einfach Gummihandschuhe zu verwenden - das erspart lästiges nachträgliches Schrubben.