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SO | 21.03 | 09:04
Vogel (Bild: APA)
Einfach tierisch
Vögel füttern, aber richtig
Im Winter ist es üblich, dass viele in ihrem Garten Vögel füttern. Doch was gut gemeint ist, schlägt oft ins Gegenteil um: Jedes Jahr sterben mehr Vögel an unsachgemäßer Fütterung, als vor dem Hungertod bewahrt werden.
Nur bei Frost füttern
Vögel sollte man nur bei Frost und bei einer geschlossenen Schneedecke füttern, denn dann finden die Vögel nur kaum Futter und verbrauchen viel Energie, um ihre Körpertemperatur von rund vierzig Grad aufrecht zu erhalten.
Abends und morgens
Die beste Tageszeiten für die Vogelfütterung sind der frühe Morgen und der frühe Abend, da die Tiere zu diesen Zeiten besonders hungrig sind. Die Futterstelle sollte bei Tagesanbruch für die ausgehungerten Tiere bereits gefüllt sein.

Dadurch erhalten die Vögel genügend Reserven, um tagsüber ihre natürlichen Nahrungsquellen, die immer vorhanden sind, zu erschließen.Abends müssen die Vögel wieder Energie für die frostige Nacht tanken.

Frisches Futter sollte man möglichst etwa zwei Stunden vor Beginn der Dämmerung verteilen, damit nach dem Fressen noch genügend Zeit ist, einen Schlafplatz zu suchen.
Meise (Bild: APA)
Der beste Platz für eine Futterstelle
Die Futterstelle sollte mindestens zwei Meter Abstand zur nächsten Glasscheibe, an einer freien Position stehen, da sich die Vögel bei der Nahrungsaufnahme sicher fühlen müssen und sich keine Katzen anschleichen können.

Am besten verwendet man Futtersilos, da hier das Futter nicht verdirbt und sich keine Nahrungsreste sammeln können. Futterhäuschen müssen so gebaut und angebracht werden, dass das Futter auch bei starkem Wind, Schnee und Regen nicht durchnässt werden kann, da es sonst verdirbt oder vereist.
Auf Hygiene achten
Die Tiere nicht im Futter herumlaufen lassen, sodass es mit Kot verschmutzt wird. Tote Vögel weisen auf eine Infektion hin. Ist das der Fall, die Fütterung sofort abbrechen und das Futterhaus gründlich desinfizieren.

Die Salmonellenerkrankung tritt häufig an besonders großen Futterstellen auf, die von vielen Vögeln besucht werden, mehrere kleine Futterstellen sind also günstiger.

Regelmäßiges Reinigen mit heißem Wasser verhindert die Verkotung des Vogelhäuschens und beugt Erkrankungen vor.

Ins Häuschen gehört nur soviel Futter, wie die Vögel an einem Tag fressen können, also niemals einen Wochenvorrat ausstreuen und dann die Futterstelle ihrem Schicksal überlassen.
Die richtige Futterwahl
Für Körnerfresser mit dickem und kräftigem Schnabel wie Finken und Sperlinge sind Sonnenblumenkerne und Freiland-Futtermischungen besionders gut geeignet.

Für Weichfutterfresser mit spitzem und schlankem Schnabel wie Rotkehlchen, Meisen, Amseln, Zaunkönig eignen sich Beeren, Rosinen, Obst, Haferflocken, Kleie, Meisenknödel, Nüsse und Frischkost wie klein geschnittene Äpfel.

Gut geeignet sind Futtersäckchen oder Fettringe.
Keinesfalls sollte man salzige Nahrung wie Speck oder Salzkartoffeln anbieten, auch keine Essensreste und kein reines Fett. Auch Brot ist nicht zu empfehlen, da es im Magen der Vögel aufquillt.
Stauden und Samenstände nicht abschneiden
Wer einen Garten hat, sollte Fruchtstände von Stauden im Herbst nicht abschneiden, da Vögel darin genügend an "Naturfutter" zu fressen finden. Samenfressenden Vögeln kann man so mit samenreichen Wildkräutern oder -blumen helfen, (zum Beispiel: Brennesseln, Beifuß, Kletten, Disteln, Weidenröschen). Samenstände über den Winter also einfach stehen lassen.

Trinkwasser benötigen die Tiere im Winter normalerweise nicht, da der Bedarf an Wasser aus Schnee oder Tau gedeckt wird und außerdem in der kalten Jahreszeit ohnehin geringer ist.