„Schatzkiste“: Das Moor von Bad Tatzmannsdorf
Die heilende Erde, die im Moor von Bad Tatzmannsdorf (Bezirk Oberwart) täglich frisch gestochen wird, ist landauf-landab für ihre wohltuende Wirkung bei Rheuma oder anderen chronischen Entzündungen bekannt.
Arbeit im Moor nicht ungefährlich
Dieser so genannte Torf besteht zum Großteil aus Pflanzenresten, die wegen Sauerstoffmangels nur unvollständig zersetzt werden. Dabei entstehen Säuren, die unserem Körper dabei helfen können, Giftstoffe abzubauen. Die Arbeit im Moor ist nicht ungefährlich. Ein falscher Schritt kann der letzte sein, sagt der Moorstecher Andreas Kalchbrenner.
Seit mehr als 120 Jahren genutzt
Im Kurzentrum von Bad Tatzmannsdorf wird die Torferde zuerst gereinigt, in einer speziellen Mühle gemahlen und dann mit Thermalwasser vermischt. Der fertige Moorschlamm wird hier schon seit mehr als 120 Jahren therapeutisch genutzt, sagt Rudolf Luipersbeck, Direktor der Kurbad AG.
Gebrauchte Schlammpackungen zurück ins Moor
Die benutzten Schlammpackungen werden aber nicht einfach weggeworfen: Sie werden zurück ins Moor gebracht. Nach etwa fünf Jahren hat diese besondere Erde wieder ihre volle heilende Kraft erreicht und kann wiederverwendet werden.

