Körperkunst zum Angreifen

Drei Frauen und ihr künstlerischer Blick auf den Körper. Das zeigt die Ausstellung „Body Tales“ - Körper-Erzählungen, die am Freitag im Offenen Haus Oberwart eröffnet wird. Eva-Maria Biribauer, Michaela Foltin und Eveline Rabold vereinen Leib und Seele mit Pinsel, Bleistift und Kamera.

Das Offene Haus Oberwart beginnt sein Ausstellungsjahr mit einem erfrischenden Blick auf die Kunstszene - und bringt drei sehr unterschiedliche Künstlerinnen in einer Ausstellung zusammen. Fotokünstlerin Eveline Rabold beschreibt Körper mit Zitaten des Dichters Gustav Janus - und eröffnet den Betrachtenden neue poetische Dimensionen.

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Eveline Rabold, Eva-Maria Biribauer und Michaela Foltin vor Werken von Eveline Rabold

„Ich wähle auch sehr oft Ausschnitte, die oberflächlich gesehen nicht sehr vorteilhaft sind. Ich liebe Falten, sehr voluminöse, oder auch sehr dünne Körper - aber auch Emotionen, die man sonst nicht sehr gern herzeigt. Das ist für mich das Poetische an diesen Ausschnitten“, so Rabold.

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Malerin Michaela Foltin holt sich Inspiration beim Klettern

Körper als Kunstobjekt

Malerin Michaela Foltin bannt ihre Kletterleidenschaft auf Leinwand. „Es geht sehr auf die Psyche im positiven und negativen Sinn, wenn man auf einer Steilwand hängt und Luft unter den Schuhen hat - das hinterläßt Spuren auf der Seele des Künstlers. Nach dem Klettern komme ich heim und fertige sofort Skizzen an, damit die Intensität noch im Bild erhalten bleibt“, sagte Foltin.

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Ein Werk von Eva-Maria Biribauer

Eva-Maria Biribauer zerlegt in ihren Collagen den Körper in Einzelteile, zerreißt ihn, um das Innerste offen zu legen. Am Eröffnungsabend der Ausstellung wird ihr eigener Körper zum Kunstobjekt, um Grenzen aufzuzeigen. „Ich stelle mich als Objekt zur Verfügung. Das Publikum ist eingeladen mich anzugreifen, wenn sich das jemand traut. Aber ich liefere mich nicht aus und behalte mir das Recht vor, Stop zu sagen, um selbst den anderen anzugreifen“, so Biribauer. Drei Künstlerinnen und ihre Annäherungen an Körper und Seele - die Arbeiten sind bis Anfang Februar zu sehen.(Sendungshinweis: „Radio Burgenland Nachmittag“, 12.1.2018)

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