Feuerwehr: 6.700 Einsätze im Vorjahr

Durchschnittlich 18 Mal pro Tag ist die Feuerwehr im Burgenland im Vorjahr zu Hilfe gerufen worden, zu technischen Hilfeleistungen und auch im Brandfall. Im Landesfeuerwehrkommando ist am Mittwoch über das abgelaufene Einsatzjahr 2017 Bilanz gezogen worden.

Zu rund 6.700 Einsätzen wurden die burgenländischen Feuerwehren im Vorjahr gerufen, davon waren 1.500 Brandeinsätze. In Summe leisteten die mehr als 17.500 Feuerwehrmitglieder knapp 104.000 Arbeitsstunden, bilanzierte Landesfeuerwehrkommandant Alois Kögl.

317 Feuerwehren in 171 Gemeinden

Bewältigen ließen sich die vielfältigen Aufgaben laut Kögl nur deshalb, weil es im Burgenland viele Feuerwehren mit gut ausgebildeten Mannschaften gebe. „Unser flächendeckendes System erlaubt rasche Eingriffszeiten. Wir sind zwischen sechs und acht Minuten am Einsatzort, weil wir in 171 Gemeinden 317 freiwillige Feuerwehren haben“, so Kögl.

Feuerwehr Leistungsbilanz
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Feuerwehrreferent Johann Tschürtz und Feuerwehrkommandant Alois Kögl

Feuerwehrhäuser als „Sicherheitsinseln“

In Ausarbeitung ist derzeit ein neues Feuerwehrgesetz. Mit diesem solle die Kompetenz der Feuerwehren aufgewertet werden, sagt Landeshauptmann-Stellvertreter und Feuerwehrreferent Johann Tschürtz (FPÖ). In Katastrophenfällen oder bei einem längeren totalen Stromausfall sollen die Feuerwehrhäuser in Zukunft zu sogenannten „Sicherheitsinseln“ ausgebaut werden.

Feuerwehr Leistungsbilanz
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Beim Landesfeuerwehrkommando zeigt man sich mit dem Jahr 2017 zufrieden

„Diese Sicherheitsinsel ist natürlich notstromversorgt. Da gibt es alles Mögliche, etwa den Kontakt zu Ärzten. Die Bevölkerung muss nur auf die Straße gehen, die Beleuchtung des Feuerwehrhauses erkennen und geht dann zum Feuerwehrhaus. Da gibt es schon einiges, wo wir wahrscheinlich in Österreich Vorreiterrolle haben“, so Tschürtz. Der Feuerwehrreferent geht davon aus, dass nach internen Beratungen, Parteienverhandlungen, Ergänzungs- und Begutachtungsverfahren das neue Feuerwehrgesetz noch heuer beschlossen werden kann.

ÖVP: Beteiligte bei Gesetz einbinden

Die burgenländischen Feuerwehren leisteten einen unverzichtbaren Beitrag für die Sicherheit im Burgenland, deshalb müssten bei der Erstellung des neuen Feuerwehrgesetzes alle Beteiligten eingebunden werden, so ÖVP-Sicherheitssprecher Rudolf Strommer.

SPÖ: Einsatzbedingungen verbessern

Die Einsatzbedingungen für Feuerwehrleute müssten weiter verbessert werden, sagte SPÖ-Sicherheitssprecher Ewald Schnecker. Er fordert eine bundeseinheitliche Regelung der Lohnfortzahlung und Dienstfreistellung für Feuerwehrleute, wenn sie im Einsatz sind.

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