Keramik: Neue Ausbildung an der HTL

Die HTL Eisenstadt bietet ab kommendem Schuljahr den ersten Ausbildungszweig „Keramische Werkstofftechnik“ an. Hier werden wichtigen Grundlagen für den Umgang mit metallischen und keramischen Werkstoffen erlernt.

Im Zentrum des neuen Schwerpunktes stehen zum Beispiel das Entwerfen von Bauelementen von Maschinen, die Lösung von technischen Problemen und die Prüfung von Werkstoffen.

Zitz Schüler HTL
Landesschulrat für Burgenland
Bildungsdirektor Heinz Josef Zitz mit Schülern der HTL

Keramische Werkstoffe werden immer wichtiger

Der richtige Umgang mit keramischen Werkstoffen werde zunehmend wichtiger, sagte die Abteilungsvorständin „Werkstofftechnik“ der HTL Eisenstadt, Renate Schober: „Das sind Teile für die Automobilindustrie, für die Flugzeugindustrie, aber auch für die Elektrotechnik, für die chemische Industrie. Denn eine Keramik ist sehr leicht, vom spezifischen Gewicht her. Und deshalb werden sie heute verstärkt eingesetzt. Verwendet werden keramische Werkstoffe zum Beispiel auch in Polizeischutzwesten oder in Hüftgelenken.“

Erster keramischer Schwerpunkt in Österreich

Diesen Ausbildungsschwerpunkt gibt es in ganz Österreich bis jetzt nicht. Der Bedarf an gut ausgebildeten Kräften sei aber da, sagte Schober: „Die Industrie fordert solche Werkstoffe, denn sie sind tem­pe­ra­tur­be­stän­dig. Wir haben chemische Beständigkeit, das heißt sie sind korrosionsfest. Das wird heute für bestimmte Anwendungszwecke gefordert.“

Zitz: Gut ausgebildete Fachkräfte gefragter denn je

Bildungsdirektor Heinz Josef Zitz sieht für Absolventen ein großes Potenzial: „Gut ausgebildete Fachkräfte in Gewerbe, Industrie, Forschung & Entwicklung sind heute gefragter denn je. An der HTBLA erfahren die Schülerinnen und Schüler eine hervorragende Ausbildung, die vor allem praxisnah ist, und damit haben sie beste Voraussetzung für einen erfolgreichen Start in die Arbeitswelt. Die verschränkte Ausbildung mit Fokus auf metallische und keramische Werkstoffe bietet den Interessentinnen und Interessenten eine noch stärkere Kompetenzvermittlung im Bereich der Werkstofftechnik.“

Im Herbst startet der Ausbildungszweig mit zwei Klassen - das heißt für insgesamt 72 Schülerinnen und Schüler gibt es einen Platz.

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