Feuerwehren: Güterwege als Problem

Das tiefwinterliche Wetter ist für die burgenländischen Feuerwehren eine große Herausforderung. Viele Feuerwehren sind vor allem mit Fahrzeugbergungen beschäftigt. Ein Ärgernis sind besonders Einsätze auf Güterwegen.

Seit den schweren Schneefällen vergangener Woche mussten die burgenländischen Feuerwehren zu insgesamt 113 „schneebedingten“ Einsätzen ausrücken. Nicht selten werden die Feuerwehren zu Güterwegen gerufen. Diese sind oftmals nicht vom Schnee geräumt, die Autofahrer benutzen die Straßen trotzdem.

Einsätze kosten Autofahrer Geld

„Zurzeit haben wir das Problem, dass es viel Schneefall und sehr starken Wind gibt. Speziell auf den Güterwegen gibt es sehr viele Schneeverwehungen. Viele Fahrer wollen aber trotzdem passieren, obwohl die Güterwege gesperrt sind“, so Günter Prünner, Sprecher der Bezirksfeuerwehr Eisenstadt-Umgebung.

Güterwege Probleme für Feuerwehr, Einsatz in Deutschkreutz
Freiwillige Feuerwehr Deutschkreutz
Auch in Deutschkreutz musste die Feuerwehr zur Fahrzeugbergung ausrücken

Für die Feuerwehren werden solche Einsätze zum Ärgernis: „Wir helfen bei Verkehrsunfällen grundsätzlich sehr gerne. Wenn Autofahrer solche Sperren aber missachten, ist das natürlich ärgerlich. Es ist kalt, es ist windig, es ist mitten in der Nacht, wir haben Familien zu Hause - und dann sind solche Einsätze natürlich ein bisschen unangenehm und lästig“, so Prünner.

Güterwege Probleme für Feuerwehr, Steinbrunn
ORF
„Kein Winterdienst“: Manche Autofahrer ignorieren diesen Hinweis

Die Einsätze bleiben für die befreiten Personen allerdings nicht ohne Folgen: Je nachdem, wie viele Einsatzkräfte und Einsatzfahrzeuge bei der Bergung dabei sind und wie lange diese dauert, kann ein derartiger Einsatz etwa 1.000 Euro kosten. Wird auch die Polizei alamiert, muss man mit einer Anzeige rechnen.

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