SPÖ gegen mögliche Studiengebühren

Die neue Bundesregierung werde ab Herbst Studiengebühren einführen, glaubt man in der SPÖ Burgenland. Das bringe finanziell für den Universitätsbetrieb kaum etwas und würde aber zu sozialen Ungerechtigkeiten führen wettern die SPÖ-Politiker.

In den Jahren 2001 bis 2008 mussten in Österreich Studenten Studiengebühren bezahlen. Viele Studentinnen und Studenten konnten damals ihr Studium aus finanziellen Gründen nicht abschließen, sagte Astrid Eisenkopf (SPÖ) in der Landesregierung zuständig für die Jugendförderung. „Studiengebühren und Zugangsbeschränkungen belasten Studierende und ihre Eltern ganz massiv. Wir wissen auch aus der Vergangenheit, dass Geringverdiener und Mittelschichtfamilien besonders durch Studiengebühren belastet sind“, so Eisenkopf.

Petition gegen Studiengebühren

SPÖ-Jugendsprecher Kilian Brandstätter glaubte, dass mit der Einführung von Studiengebühren, finanziell schwachen Studenten der Zugang zu Bildung massiv erschwert werde und er initiierte deshalb die Petition „Ja zur Bildung, Nein zu Studiengebühren“ mit. „Wir sagen Ja zu einer zukunftsorientierten Ausbildung von jungen Menschen, zu einem freien Zugang zu Bildung ohne Studiengebühren. Es gibt ein klares Nein zu einer Bildungspolitik a la nur mit genug Zaster geht es zum Master“, so Brandstätter.

SPÖ-Bildungssprecherin Doris Prohaska befürchtete Studiengebühren in der Höhe von 500 Euro pro Semester. Das wäre eine massive Belastung für Familien mit geringen und mittleren Einkommen. SPÖ-Nationalrätin Klaudia Friedl meinte, dass es im internationalen Vergleich in Österreich nur wenig Akademikerinnen und Akademiker gibt und deshalb Studiengebühren kontraproduktiv seien.

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