Neuer Plan soll Welterbe absichern

Bereits seit 2001 sind der Neusiedler See und das Gebiet rundherum UNESCO-Welterbe. Jetzt wird ein neuer Management-Plan vorbereitet, der diesen Schutz auch in Zukunft gewährleisten soll.

Die Region Neusiedler See dürfe unter keinen Glassturz gestellt werden. Leben und arbeiten, Natur und Tourismus - diese Aspekte müssen alle unter einen Hut gebracht werden, so formuliert es der Obmann des Welterbe-Vereins Erwin Preiner. Ein Welterbe-Managementplan soll diese Aspekte berücksichtigen.

Jetzt wird ein neuer Plan erarbeitet, sagt Preiner. „Schwerpunkt wird diesbezüglich sein Bewusstsein schaffen für die Bevölkerung im Welterbe-Gebiet, aber auch für die Touristen, die hoffentlich auch künftig sehr zahlreich kommen werden“, so Preiner.

PK UNESCO Welterbe
ORF/Vera Ulber-Kassanits
Rudolf Strommer, Astrid Eisenkopf, Erwin Preiner, Heinz-Josef Zitz

20 burgenländische Gemeinden dabei

210.000 Euro wird der neue Welterbe-Managementplan kosten, die Abwicklung erfolgt über die LAG-Nordburgenland plus. Die Bürgermeister der 20 burgenländischen und zehn ungarischen Welterbe-Gemeinden, Experten von UNESCO und Naturschutz werden einbezogen.

Es müsse ein Gleichgewicht gefunden werden, sagt der stellvertretende Obmann des Welterbe-Vereins Rudolf Strommer. „Wir müssen darauf schauen, dass nicht zuviel verbaut wird. Andererseits muss natürlich auch darauf geachtet werden, dass ein wirtschaftliches Fortkommen in der Region gewährleistet ist“, so Strommer.

PK UNESCO Welterbe
ORF/Vera Ulber-Kassanits

Die Kritik, dass der Neusiedler See immer mehr zugebaut wird, lässt Naturschutz-Landesrätin Astrid Eisenkopf (SPÖ) nicht gelten. Es gebe einige Instrumentarien des Landes, dem entgegenzuwirken. Dass der Welterbe-Status in Gefahr sei, wie etwa Umweltorganisationen befürchten, weist Eisenkopf zurück.

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