Diskussion um Sozialversicherungen

Nach Plänen der künftigen türkis-blauen Koalition soll es eine Zusammenlegung von 21 Sozialversicherungen zu nur mehr vier geben. Bei der Burgenländischen Gebietskrankenkasse hat man mit dieser Zentralisierungsidee keine Freude.

Seit 30 Jahren gibt es immer wieder die Forderung die Krankenkassen und Sozialversicherungen zusammenzulegen um in der Verwaltung einzusparen. Nun gibt es wieder Diskussionen darüber.

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21 Sozialversicherungen sollen zusammengelegt werden

Roth: Keine Vorteile durch Zusammenlegungen

Der Obmann der Burgenländischen Gebietskrankenkasse, Hartwig Roth, glaubt, dass Zusammenlegungen keine Vorteile bringen würden, ganz im Gegenteil.

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Hartwig Roth

„Gerade im Burgenland ist das Regionale hervorzuheben. Ich kann mir kaum vorstellen, wenn in Wien der Kopf sitzt, dass in Jennersdorf irgendetwas passiert. Wir haben die Nähe zu unserem Versicherten und das honoriert dieser auch. Er kann unmittelbar zu seinem Wohnort auf unsere Leistungen zugreifen“, so der Obmann der Burgenländischen Gebietskrankenkasse.

Niessl lehnt Zusammenlegungen strikt ab

Die Burgenländische Gebietskrankenkasse arbeite sehr effizient, sagte Landeshauptmann Hans Niessl (SPÖ), der Zusammenlegungen strikt ablehnt: „Die Gebietskrankenkasse hat ja auch in der Vergangenheit sehr viel getan, um eine schlanke, effiziente Verwaltung zu haben. Da ist viel passiert und man sollte sich überlegen, wie man das vielleicht noch besser machen kann. Aber Zentralisierung führt zu einer Verlagerung der Arbeitsplätze, zu höheren Kosten und zu einem Leistungsabbau der Gebietskrankenkasse.“

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Gegen die Zusammenlegungspläne machen sich auch die Gebietskrankenkassen in Salzburg und vor allem in Oberösterreich stark - mehr dazu in Krankenkassen: Salzburg gegen Zusammenlegung.

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