90 Jahre: Gute wirtschaftliche Entwicklung

Eisenstadt nahm seit dem EU-Beitritt, dem Fall des Eisernen Vorhanges und seit Burgenlands Anerkennung als Ziel-1-Gebiet eine dynamische wirtschaftliche Entwicklung. Begonnen hat dieser Prozess in der Zwischenkriegszeit des 20. Jahrhunderts.

Nach der Wahl zur Landeshauptstadt 1925 musste sich Eisenstadt mit Infrastrukturproblemen auseinandersetzen. Das damals landwirtschaftlich dominierte Eisenstadt - der Weinbau nahm eine herausragende Stellung ein - brauchte dringend neue Arbeits- und Wohnstätten für die Beamtenschaft. Erste wirtschaftliche Impulse gab es durch den Bau des Landhauses und zahlreicher Beamtenwohnhäuser in den 1920er-Jahren.

Historische Aufnahme von Eisenstadt
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Beamtenwohnhäuser in Eisenstadt
Historische Aufnahme von Eisenstadt
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Historische Aufnahme des Rathauses

Enormer Auftrieb der Wirtschaft

Innerhalb weniger Jahre wurde der früher verträumten Barockstadt ein moderner Stempel aufgedrückt. Den staatlichen Einrichtungen im Verwaltungszentrum folgten private Unternehmen wie Versicherungen und Banken. Schließlich wurde auch das Geschäftsleben der Stadt belebt. Das war der Startschuss für einen Entwicklungsschub, der trotz mancher Rückschläge der Wirtschaft einen enormen Auftrieb verschaffte.

Historische Aufnahme von Eisenstadt
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Eisenstadt war sehr landwirtschaftlich geprägt

Wirtschaftlicher Aufschwung

Eisenstadt schuf die notwendigen Rahmenbedingungen, damit sich die Wirtschaft entsprechend positiv entwickelten konnte. Heute gibt es in der Landeshauptstadt rund 16.000 Arbeitsplätze bei etwas weniger als 14.000 Einwohnern. Heute profitiert die Landeshauptstadt vom noch immer ungebrochenen wirtschaftlichen Aufschwung.

„Ich glaube, dass Eisenstadt nicht nur im Kultur- und Bildungsbereich die Hauptstadt des Burgenlandes ist, sondern auch im Wirtschaftsbereich. Wir haben viele Wirtschaftsdaten, die auch dafür sprechen. Vor allem ist ein wesentlicher Faktor, dass wir mehr als 16.000 Arbeitsplätze haben - und das bei nicht einmal 14.000 Einwohnern. Ich denke, dass das schon auch zeigt, wie stark unsere Wirtschaft ist und wie gut die Wirtschcft floriert“, sagt Bürgermeister Thomas Steiner (ÖVP).

Einkaufspark in Eisenstadt
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Verkehrslage als Wermutstropfen

Eisenstadt hat sich als Wirtschaftsstandort positioniert, der einem aufstrebenden ambitionierten Landeszentrum zukommt. Am Stadtrand von Eisenstadt wurden Einkaufszentren und ein modernst ausgestattetes Technologiezentrum gebaut - Standorte, die stark frequentiert werden.

Ein kleiner Wermutstropfen ist die Verkehrslage. Zwar ist die Frequenz in der Stadtmitte mit der Fußgeherzone für die Verantwortlichen durchaus zufriedenstellend, die bessere verkehrstechnische Anbindung an die Wirtschaftszentren am Rande der Stadt wäre für viele durchaus wünschenswert. Und das ist ein Projekt, das unter anderem auch im Stadtentwicklungsplan ein Thema ist.

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