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Beim Dienstleistungsscheck hinten

Der vor gut sechs Jahren eingeführte Dienstleistungsscheck wird seit einem Jahr immer beliebter - auch im Burgenland. Grundsätzlich liegt das Burgenland aber bei der Nutzung des Dienstleistungsschecks immer noch weit hinten im Bundesländervergleich.

Seit Mai 2011 kann der Dienstleistungsscheck nicht mehr nur in Trafiken und Postämtern gekauft werden, sondern auch online im Internet. Das hat einen enormen Boom ausgelöst. Österreichweit stieg der Absatz um mehr als ein Drittel, im Burgenland hat er sich sogar mehr als verdoppelt. Trotzdem haben die Burgenländer in den ersten fünf Monaten des heurigen Jahres pro Kopf der Bevölkerung nur zehn Cent in Dienstleistungsschecks investiert. In der Steiermark waren es mit gut 34 Cent fast dreieinhalb mal so viel. Nur die Salzburger haben pro Einwohner noch weniger für Dienstleistungsschecks ausgegeben als die Burgenländer, nämlich acht Cent.

Nicht für regelmäßige Hilfstätigkeit

Dabei können seit einem Jahr auch Bürger aus den 2004 der EU beigetretenen Staaten legal per Dienstleistungsscheck beschäftigt werden, also beispielsweise auch Ungarn. Dennoch sei die klassische ungarische Putzfrau eher kein Fall für den Dienstleistungsscheck, sagte der Arbeits- und Sozialrechtsexperte der burgenländischen Wirtschaftskammer, Josef Stiglitz. Der Dienstleistungsscheck wäre nur für fallweise Beschäftigungen anwendbar. Die ungarische Putzfrau müsste in einem geringfügigem Beschäftigungsverhältnis zum Haushalt stehen.

Die Mehrkosten für mit Dienstleistungsscheck Beschäftigte sind überschaubar. „Bei einem Dienstleistungsscheck im Wert von 10 Euro, kostet er 10,20 Euro.“ Allerdings sind auch Mindestlöhne einzuhalten - und die Auszahlung des Geldes ist für die Beschäftigten eher aufwendig: Das müssen sie sich nämlich bei der Sozialversicherung abholen.