Pinkafeld: Fest in SPÖ-Hand

Einst ÖVP-Hochburg ist die Stadtgemeinde Pinkafeld seit 2002 fest in der Hand der SPÖ. Seit 2007 haben die Sozialdemokraten im Gemeinderat sogar die absolute Mehrheit. Die Stadtgemeinde wächst, seit dem Verkauf der Turba-Kaserne sind zahlreiche neue Wohnungen in Pinkafeld entstanden.

Die Stadtgemeinde Pinkafeld, mit dem in den 1970er Jahren eingemeindeten Ortsteil Hochart, erfreut sich eines regen Bevölkerungswachstums. Derzeit leben rund 5.700 Menschen in der Gemeinde. Bekannt ist Pinkafeld als Schul- und Bildungsstadt. 1967 wurde etwa die HTL gegründet, seit den 1990er Jahren ist Pinkafeld auch Fachhochschul-Standort. Die Stadt verfügt auch über eines von drei Hallenbädern des Burgenlandes. Seit dem Verkauf der Turba-Kaserne vor rund drei Jahren entsteht in Pinkafeld auf dem Kasernengelände ein neuer Stadtteil mit zahlreichen Wohnungen und einem neuen Gesundheitszentrum.

Ergebnis Pinkafeld 2012

Landeswahlbehörde

Ergebnis der Gemeinderatswahlen 2012

Die Ausgangslage:

Die SPÖ stellt mit Kurt Maczek seit 2002 den Bürgermeister in der einstigen ÖVP-Hochburg Pinkafeld. Trotz leichter Verluste konnte die SPÖ bei der vergangenen Wahl mit 15 Mandaten die absolute Mehrheit halten, die ÖVP stellt neun Gemeinderäte, die FPÖ einen. Die Bürgermeisterwahl gewann Maczek mit rund 64 Prozent bereits zum dritten Mal in Folge.

Kurt Maczek (SPÖ)

SPÖ

Kurt Maczek (SPÖ)

Der Wahlkampf:

Bürgermeister Kurt Maczek will es ein viertes Mal wissen, er ist auch diesmal Spitzenkandidat der SPÖ. „Ich bin jetzt 15 Jahre Bürgermeister, in diesen 15 Jahren ist viel bewegt worden - in verschiedensten Bereichen. Ich möchte diese erfolgreiche Arbeit weiter fortführen“, sagt Maczek.

Die ÖVP schickt neuerlich den 64-jährigen Vizebürgermeister Friedrich Luisser in die Bürgermeisterwahl.

Friedrich Luisser (ÖVP)

ÖVP

Friedrich Luisser (ÖVP)

„Die wichtigsten Gemeindeprojekte für mich sind, die beste Kinderbetreuung auf die Beine zu stellen, die Innenstadtbelebung und die Verbesserung der Infrastruktur“, sagt Luisser. Pinkafeld sei eine schöne Stadt, für die es wert ist, sich einzusetzen.

FPÖ-Stadtparteiobmann Hans Peter Jauschowetz tritt für seine Partei bei der Bürgermeisterwahl an. „Die wichtigsten Projekte sind unserer Feuerwehrhaus, was schon mehr oder weniger im Laufen ist und der Ausbau des Kindergartens - da haben wir zu wenige Gruppenplätze“, sagt Peter Jauschowetz von den Freiheitlichen, der die Mandate seiner Partei im Pinkafelder Gemeinderat verdoppeln will.

Peter Jauschowetz (FPÖ)

FPÖ

Peter Jauschowetz (FPÖ)

Auch die Liste „Miteinander für Pinkafeld - NEOS“ stellt mit Eduard Posch einen Bürgermeisterkandidaten. Oberstes Ziel sei der Einzug in den Gemeinderat, sagt Posch.

„Ich verstehe mich als ‚Bürgerdienerkandidat‘, wir wollen den Pinkafelderinnen und Pinkafeldern dienen. Wir sind nicht der ‚Meister‘ der Bevölkerung“. Er wolle die Bürgerinnen und Bürger stärker in die Gemeindepolitik einbinden, so NEOS-Kandidat Posch.

Eduard Posch

NEOS

Eduard Posch (NEOS)

Die Grünen kandidieren in Pinkafeld zwar für den Gemeinderat, aber nicht für das Bürgermeisteramt.

(Sendungshinweis: „Radio Burgenland Aktuell“, 12.9.2017)