Piringsdorf: Wechsel an der SPÖ-Spitze

Piringsdorf ist fürs Korbflechten und die Heilquelle „Sulz“ bekannt. In der Gemeinde direkt an der B50 werden die politischen Geschicke von der SPÖ gelenkt. 21 Jahre war Stefan Hauser Bürgermeister, im Vorjahr übernahm Thomas Hauser.

Die alte Tradition des Korb- und Simperlflechtens wird noch heute in Piringsdorf gelebt und die Vergangenheit bewahrt, im eigenen Flechtmuseum. In der 860-Einwohner-Gemeinde ist man aber auch Stolz auf den eigenen Dialekt: Unter dem Titel „Sprachinsel Piringsdorf“ wurde ein Projekt ins Leben gerufen, dass sich mit der Piringer Mundart, ihrer Pflege und Erhaltung befasst. Demnächst wird das Piringsdorfer Wörterbuch präsentiert, das mehr als 2.000 Wörter umfasst.

Ergebnis Piringsdorf 2012

Landeswahlbehörde

Ergebnis der Gemeinderatswahlen 2012

Die Ausgangslage:

In Piringsdorf hat seit Jahrzehnten die SPÖ das Sagen. Bei der Wahl 2012 verloren die Sozialdemokraten eines ihrer zehn Mandate aber an die ÖVP, die nun sechs Gemeinderäte stellt.

Den Bürgermeister-Sessel hatte wieder Stefan Hauser für sich beanspruchen können. Es war seine vierte Amtsperiode. Sechs von zehn Wählern sprachen ihm neuerlich ihr Vertrauen aus.

Thomas Hauser (SPÖ)

SPÖ

Thomas Hauser (SPÖ)

Der Wahlkampf:

Generationenwechsel in der SPÖ Piringsdorf: Thomas Hauser trat in die Fußstapfen von Stefan Hauser. Politisch engagiert er sich schon seit fünf Jahren als Gemeinderat. Auch in seinem Team gibt es viele neue Gesichter - gemeinsam wurde das Wahlprogramm ausgearbeitet. „Das Ziel ist Wohnraumschaffung, Schaffung von leistbaren Hausplätzen, die Wiederbelebung des Ortskerns sowie die bestehende Infrastruktur - wie Strom, Kanal, Schulgebäude und Gemeindeamt - zu modernisieren“, sagt SPÖ-Kandidat Hauser.

Außerdem will die SPÖ das zehnte Gemeinderatsmandat zurück erobern.

Michael Böhm (ÖVP)

ÖVP

Michael Böhm (ÖVP)

Die ÖVP schickt mit Michael Böhm einen erfahrenen Gemeindepolitiker ins Rennen um den Bürgermeistertitel. Wesentliche Themen sind aus seiner Sicht: „Keine Neuverschuldung, die Vereinsförderung, und das größte Thema wird die Altenbetreuung 2017 bis 2022 sein“, so Böhm. Auch die Infrastruktur gehöre erneuert.

Für den Gemeinderat kandidieren neben der SPÖ und der ÖVP keine weiteren Listen. (Sendungshinweis: „Radio Burgenland Aktuell“, 12.9.2017)